GMW Personaldienstleistungen will in Sinsheim kräftig expandieren
In einem halben Jahr rechnet die GMW Personaldienstleistungen GmbH mit 40 Mitarbeitern im Bereich Zeitarbeit am neu eröffneten Standort Sinsheim. Um so erstaunlicher, wurde doch keine andere Branche von der Krise so hart getroffen wie die Zeitarbeitsunternehmen. Mehrere Gründe nennen die beiden Geschäftsführer Otto Eberle und Nicole Munk für ihre Zuversicht. „Sinsheim besitzt ein beträchtliches Wirtschaftspotenzial“, so das Ergebnis ihrer Standortanalyse. Zudem zeige das Beispiel Vaihingen/Enz, wie schnell ein guter Standort sich entwickle. Dort gründete die GMW Personaldienstleistungen GmbH vor fünf Monaten eine Niederlassung und beschäftigt aktuell 40 Mitarbeiter in Zeitarbeit.
Ähnlich verläuft die Entwicklung des vor 31 Jahren gegründeten Familienunternehmens. Im Frühjahr wird mit einer Gesamtmitarbeiterzahl von 550 gerechnet. Damit wäre der Höchstwert vor der Wirtschaftskrise wieder erreicht. Und die traf die GMW Personaldienstleistungen GmbH hart. „Innerhalb weniger Wochen verloren wir zwei Drittel unserer Mitarbeiter“, erinnert sich Firmengründer Otto Eberle. So schnell es bergab ging, so schnell kehrte sich der Trend wieder ins Positive. „Seit März konnten wir sowohl die Zahl der Mitarbeiter als auch den Umsatz mehr als verdoppeln“, ergänzt Mitgeschäftsführerin Nicole Munk.
Andererseits habe man den Mut gehabt, in der Krise zu investieren, sowohl in drei neue Standorte wie auch in neue Geschäftsfelder. Das Unternehmen mit Stammsitz in Karlsruhe ist nun neben den bisherigen Niederlassungen in Rastatt, Karlsruhe, Pforzheim und Bruchsal auch in Sinsheim, Vaihingen/Enz und Achern vertreten. Beigetragen zu dem rasanten Anstieg der Beschäftigten habe unter anderem der Aufbau des neuen Geschäftsfelds „Medical“. Dieses stellt medizinische Fachkräfte für die Alten- und Krankenpflege bereit. „Die Nachfrage nach diesen Fachkräften ist immens“, so Eberle und Munk. Deshalb peilen die beiden auch für Herbst 2010 einen Rekordwert bei der Mitarbeiterzahl an. 750 Beschäftigte sollen es dann sein.